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Gesunde Hunde durch Bio Hundefutter

Massentierhaltung, Fütterung der Tiere mit Antibiotika, gentechnisch veränderte Lebensmittel – dies sind nur drei Gründe, warum immer mehr Menschen beim Einkauf darauf achten, Lebensmittel aus ökologisch kontrolliertem Anbau zu kaufen. Die Käufer versprechen sich von Bio-Lebensmittel unter anderem eine artgerechte und etisch vertretbare Haltung der Nutztiere, aber auch, dass die Inhaltsstoffe natürlich, nicht gentechnisch verändert und mit Pestiziden verunreinigt sind.

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Auch viele Hundebesitzer greifen immer öfter zum Bio-Futter für ihren Hund. Dahinter steht der Wunsch nach einer gesunden Hundeernährung mit Futter aus artgerechter und ökologisch nachhaltiger Produktion. Entsprechend gibt es in den letzten Jahren eine wachsende Auswahl an Bio-Hundefutter von Herstellern, wie wir, die sich auf ökologische Futterproduktion spezialisiert haben. Auch viele etablierte Hersteller erweitern ihre Produktpalette und bieten Bio-Hundefutter an. Doch was bedeutet das für die Futterqualität? Und wie deutet man die verschiedenen Siegel und Inhaltsangaben auf dem Bio-Hundefutter?

Woraus besteht Bio-Hundefutter?

Um ihr Hundefutter mit dem staatlichen Biosiegel kennzeichnen zu dürfen, müssen die Hersteller nach der EG-Öko-Verordnung bestimmte Kriterien erfüllen, welche von ausgewiesenen Kontrollstellen überprüft werden. Das europäische Bio-Siegel ist für diese Produkte sogar verpflichtend. Unter anderem müssen folgende Kriterien eingehalten werden:

  • keine Bestrahlung von Öko Produkten
  • kein Einsatz von Gentechnik
  • kein Pflanzenschutz mit chemisch-synthetischen Mitteln
  • keine leicht löslichen, mineralischen Dünger
  • weite und abwechslungsreiche Fruchtfolgen
  • flächengebundene, artgerechte Tierhaltung
  • Fütterung mit ökologisch produzierten Futtermitteln ohne Zusatz von Antibiotika und Leistungsförderern

Woher stammen die Inhalte von Bio-Hundefutter?

Für viele Tierfreunde entscheidend: Das verarbeitete Fleisch, aber auch im Futter enthaltene andere Zutaten wie beispielsweise Getreide, stammen aus Bio-Betrieben. Bei Nutztieren sind die Haltungsbedingungen an strengere Auflagen geknüpft als in der konventionellen Tierhaltung. Es darf nur eine kleinere Anzahl an Tieren auf einer bestimmten Fläche gehalten werden. Schweine und Rinder bekommen beispielsweise etwas Auslauf und ihr Stall erhält eine Stroh-Einstreu, was für sie angenehmer ist als ein Leben auf Brettern oder Betonböden. Tiere, deren Produkte für Bio-Hundefutter verarbeitet werden, dürfen außerdem keine vorbeugenden Antibiotika oder wachstumsfördernde Substanzen erhalten. Auch Gentechnik ist für pflanzliche wie tierische Inhaltsstoffe verboten.

Wie gesund ist Bio Hundefutter wirklich?

Bio-Hundefutter enthält in der Regel keine Geschmacksverstärker; einige Hersteller verzichten auch auf Fleischnebenprodukte („Tierische Nebenerzeugnisse“) wie Hufe oder Knochen, grundsätzlich dürfen aber auch solche Inhaltsstoffe enthalten sein, sofern sie aus Bio-Betrieben stammen. Herstellerangaben zufolge sind der Fleischanteil und der Anteil an Nährstoffen bei Bio-Hundefutter höher als bei konventionellem Futter. Im Zweifelsfall gilt für Bio-Hundefutter wie für konventionelles Futter gleichermaßen: Ein Blick auf die Zutatenliste schafft Klarheit.

Vorsicht: Bio ist nicht geich Bio!

Im Handel und gerade bei vielen Tierfutter Herstellern findet man oft Produkte, auf denen mit verschiedenen Begrifflichkeiten geworben wird, die Herkunft aus ökologischer Landwirtschaft suggerieren sollen. Nicht immer steckt geprüfte Öko- oder Bio-Qualität dahinter.
Darum Vorsicht: Nur wo “Bio” oder “Öko” drauf steht, ist auch “Bio” oder “Öko” drin.
Denn beide Begriffe sind durch die EG-Öko-Verordnung geschützt und dürfen nur mit einem Bio-Siegel vermaktet werden – ebenso wie:

  • biologisch
  • ökologisch
  • kontrolliert ökologisch oder biologisch
  • biologischer oder ökologischer Landbau
  • biologisch-dynamisch
  • biologisch-organisch

Nicht geschützt, also irreführend, sind Bezeichnungen wie:

  • aus kontrolliertem Anbau
  • von staatlich anerkannten Bauernhöfen
  • unter unabhängiger Kontrolle
  • ungespritzt
  • ohne Spritzmittel
  • aus integrierter Landwirtschaft
  • aus Vertragsanbau
  • aus alternativer Haltung
  • aus umweltschonendem Anbau

Benötigt Bio Hundefutter ein Siegel?

Bei Bio-Hundefutter gilt: Alle verarbeiteten Zutaten – wie etwa Fleisch – müssen aus ökologischer Herstellung stammen.
Neben dem deutschen und europäischen Bio-Siegel gibt es noch eine Reihe anderer Zertifikate auf den Verpackungen – das stiftet schnell Verwirrung. Denn Bio ist nicht gleich Bio, hinter jedem Siegel bzw. Zertifikat verbergen sich andere Standards, welche die Futterhersteller einhalten müssen.
Die Mindeststandards nach der EG-Öko-Verordnung müssen gegeben sein, wenn das europäische ABCERT-Siegel aufgedruckt ist. Dies ist auch die Voraussetzung für verschiedene staatliche Siegel wie das deutsche Bio-Siegel oder das niederländische EKO-Siegel.
Zusätzlich zu diesen Siegeln gibt es noch die Logos und Siegel der verschiedenen Bio-Anbauverbände. Viele Hersteller von Bio-Hundefutter sind hier Mitglied. Diese Anbauverbände definieren eigene Erzeugerrichtlinien, deren Anforderungen oft über die staatlichen und europaweit gültigen Mindestrichtlinien hinausgehen. Zu diesen zählen zum Beispiel Biokreis, Demeter, Ecoland und Bioland. Wollen Sie beim Futterkauf also sicher sein, dass es sich beim Futter auch tatsächlich um Bio-Hundefutter handelt, achten Sie auf die entsprechenden Siegel.

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